Nach dem Doppelpack am Tivoli

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Von Jörg Laumann am 5. Mai 2009 19:38 Uhr

Christopher Nöthe

Christopher Nöthe

jubelt über seinen Treffer zum 1:1 gegen Alemannia Aachen. Der Oberhausener erzielte noch ein Tor. Foto: dpa

OBERHAUSEN / AACHEN Einen erfolgreichen Sonntag hat Christopher Nöthe in der 2. Bundesliga gefeiert. Der Castrop-Rauxeler Fußballprofi holte mit Aufsteiger RW Oberhausen einen wichtigen Punkt beim 2:2 in Aachen und erzielte dabei beide Treffer. RN-Mitarbeiter Jörg Laumann sprach mit dem 21-Jährigen über Erfolg, Verletzungssorgen und eine mögliche Rückkehr zum BVB.

Herr Nöthe, wie waren Sie mit dem Spiel in Aachen zufrieden?

Nöthe: Das Unentschieden war insgesamt verdient. Wir haben ein gutes Spiel gemacht und uns nicht von der Atmosphäre am ausverkauften Tivoli einschüchtern lassen. Unter dem Strich war das ein sehr wichtiger Punkt für RW Oberhausen.

Sie selbst sind unter anderem vom kicker-Sportmagazin zum "Spieler des Spiels" gekürt worden. Wie wichtig ist Ihnen eine solche positive Resonanz?

Nöthe: Wir Spieler verfolgen natürlich die Berichterstattung in der Presse. Es ist aber für mich nicht sentscheidend, ob ich "Spieler des Spiels" werde oder eine gute Note bekomme. Wichtig ist vielmehr, dass ich in Aachen zwei wichtige Tore für die Mannschaft erzielt habe.

In der gesamten Hinrunde kamen Sie verletzungsbedingt nicht zum Einsatz. Hatten Sie Ihr Engagement in Oberhausen irgendwann schon innerlich abgehakt?

Nöthe: Der Auftakt in Oberhausen verlief für mich in der Tat sehr unglücklich. Gleich zu Beginn des Trainingslagers zog ich mir einen Innenbandriss zu. Als ich mich davon erholt hatte, folgte eine schwere Schulterverletzung. Natürlich kommt irgendwann der Punkt, an dem man sich fragt, was man eigentlich falsch gemacht hat. Ich habe aber nicht den Kopf in den Sand gesteckt und mich wieder herangearbeitet. In dieser schwierigen Phase bin ich auch sehr gut von meiner Familie und meiner Freundin unterstützt worden.

Sie stehen regelmäßig in der RWO-Startelf, haben zuletzt drei Tore in zwei Spielen erzielt. Sind Sie in Oberhausen angekommen?

Nöthe: Angekommen ist vielleicht noch der falsche Ausdruck, aber ich komme immer besser zurecht. Insgesamt fühle ich mich bei RWO wohl. Trainer und Mitspieler haben mich sehr gut aufgenommen.

Aktuell steht Oberhausen auf Rang zehn. Was ist in dieser Saison noch möglich?

Nöthe: Rechnerisch haben wir den Klassenverbleib noch nicht sicher. Das wollen wir möglichst schon am Freitag im Heimspiel gegen Wehen Wiesbaden ändern. Allerdings darf man diesen Gegner keineswegs unterschätzen, auch wenn er auf dem letzten Platz steht. Der frühzeitig gesicherte Klassenverbleib wäre für uns eine gute Sache, weil wir dann ohne Druck in die letzten drei Partien gehen könnten. Dort erwartet uns ein echtes Highlight-Programm in Duisburg, gegen Freiburg und in Mainz.

Sie selbst sind zunächst nur für ein Jahr von Borussia Dortmund ausgeliehen. Bleiben Sie auch in der nächsten Saison bei RWO?

Nöthe: Dazu gibt es momentan nichts Konkretes zu vermelden. Deshalb möchte ich mich auch nicht zu dem Thema äußern.

Welchen Bezug haben Sie noch zu Ihrer Heimatstadt Castrop-Rauxel?

Nöthe: Ich wohne noch dort, meine Familie ebenfalls. Wenn es die Zeit erlaubt, sehe ich mir gelegentlich auch Fußballspiele in Castrop-Rauxel an. Noch häufiger bin ich allerdings als Zuschauer beim Korfball, weil meine Freundin Sonja für den HKC Albatros spielt.

Haben Sie auch noch Kontakt zu Ihrem ehemaligen Rauxeler und Dortmunder Teamkollegen Marc-André Kruska?

Nöthe: Marc und ich verstehen uns gut und versuchen in Kontakt zu bleiben, obwohl er jetzt in Belgien spielt. Wir telefonieren ab und zu miteinander.

Christopher Nöthe, 21 Jahre alt, begann seine fußballerische Laufbahn beim VfR Rauxel. 2000 wechselt er zum FC Schalke 04, ein Jahr später zum VfL Bochum und 2003 schließlich zu Borussia Dortmund. Dort absolvierte er unter anderem drei Einsätze für das Profi-Team in der 1. Bundesliga. Aktuell steht Nöthe nach wie vor beim BVB unter Vertrag, ist aber für ein Jahr an den Zweitliga-Aufsteiger RW Oberhausen ausgeliehen. Für RWO kam der Castrop-Rauxeler in der laufenden Spielzeit bislang elf Mal zum Einsatz und erzielte dabei vier Treffer.

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