RN-Sportlerporträt: Günter Schulz

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Von Jörg Laumann am 7. Mai 2009 17:58 Uhr
Günter Schulz - früher zwischen den Pfosten, heute auf dem Posten

Günter Schulz,

Günter Schulz,

Vorsitzender des VfR Rauxel.

RAUXEL Schon als Sechsjähriger stand er für den VfR Rauxel zwischen den Pfosten: Günter Schulz. Heute ist er 62 und zum zweiten Mal auf dem Posten Vorsitzender. Sein großes Ziel: den Verein wieder aus der Fußball-Kreisliga B nach oben bringen. Ein Porträt.
Günter Schulz spielte schon für den VfR Rauxel, als der Klub noch den Beinamen "Staubwolke" trug.

Günter Schulz steht wieder an der Spitze des VfR Rauxel. Der 62-Jährige Ex-Torwart, der in den 1980er Jahren schon einmal als Vorsitzender des Fußballclubs fungierte, kehrte Ende Februar auf den Chefposten zurück. Langfristig möchte Schulz den B-Ligisten wieder dorthin führen, wo sein Schwiegersohn Uwe Esser mit Wacker Obercastrop aktuell erfolgreich ist: in die Bezirksliga.

Eigentlich war die Funktionärs-Laufbahn von Günter Schulz in Rauxel schon seit vielen Jahren beendet. In seiner ersten Amtszeit hatte er den Bezirksliga-Aufstieg 1991 als Clubchef begleitet. Zuletzt war der 62-Jährige aber nur noch als passives Mitglied und als gelegentlicher Zuschauer an der Vördestraße präsent.

Debüt als Sechsjähriger in Bladenhorst bei "Staubwolke" Rauxel

Ende Februar dieses Jahres stellte sich Schulz dann doch wieder zur Verfügung. Da Vereinschef Wilfried Hermann nach fast 15 Jahren aus gesundheitlichen Gründen auf sein Amt verzichten musste, sprang der ehemalige Fleischer in die Bresche. Zunächst für zwei Jahre wählten ihn die Mitglieder an die Spitze der Blau-Schwarzen.

Dem Verein ist Schulz seit über 50 Jahren verbunden. Bis auf ein Jahr zu Beginn der 70er-Jahre, in dem er für den Landesligisten VfB Habinghorst zwischen den Pfosten stand, war der Keeper vom Juniorenalter bis zur Altherren-Mannschaft für den VfR aktiv. Sein Debüt für die Rauxeler gab er im Alter von sechs Jahren auf dem Sandplatz in Bladenhorst, der dem Verein den Beinamen "Staubwolke" einbrachte.

Heute: Schönerer Platz, schlechtere Ergebnisse

Heute verfügt der VfR mit dem Rasenplatz an der Vördestraße über eine ungleich komfortablere Sportanlage, kann aber nicht mehr an frühere Erfolge anknüpfen. Zuletzt spielte Rauxel 2001 in der Bezirksliga, aktuell steht man in der Kreisliga B nur knapp vor den Abstiegsrängen. Hier will Günter Schulz vor allem ansetzen und den Abwärtstrend stoppen.

"Wir wollen zur nächsten Saison einen Neuaufbau der ersten Mannschaft in Angriff nehmen", kündigt er an. Dabei soll die erfolgreiche A-Juniorenmannschaft eine wesentliche Rolle spielen. Hierzu passt der Wechsel auf dem Trainerposten der B-Liga-Mannschaft: Ralf Bollien wird zum Saisonende aufhören, seine Nachfolge soll der derzeitige A-Junioren-Coach Emin Özarslan antreten.

"Mittelfristig wollen wir mindestens wieder in der Kreisliga A spielen"

In der nächsten Spielzeit strebt der neue Vereinschef einen guten Mittelfeldplatz in der B-Liga an. "Mittelfristig wollen wir aber mindestens wieder in der Kreisliga A spielen", sagt Schulz. Bis es allerdings zum sportlichen Vergleich mit seinem Schwiegersohn kommen könnte, ist es nach jetzigem Stand ein weiter Weg: Uwe Esser, der als Trainer den VfR Rauxel 1999 zum bis dato letzten Bezirksliga-Aufstieg geführt hatte, steht jetzt bei Wacker Obercastrop in eben dieser Liga an der Bande.

Egal, ob man sich auf oder neben dem Spielfeld begegnet: Die Fußballfamilie Schulz-Esser, in der Enkel Michael als Torwart im Kader des Regionalligisten VfL Bochum II auf den Spuren des Großvaters wandelt, hat in jedem Fall immer viel Gesprächsstoff. "Wir haben alle ein sehr gutes Verhältnis zueinander", berichtet Günter Schulz. "Natürlich tauschen wir uns auch regelmäßig über unsere fußballerischen Erfahrungen aus."

Günter Schulz, 62 Jahre alt, wurde im Februar 2009 zum 1. Vorsitzenden des VfR Rauxel gewählt. Dieses Amt hatte er schon einmal ab Mitte der 80er-Jahre für acht Jahre bekleidet. Seine fußballerische Laufbahn begann Schulz als Sechsjähriger beim VfR, im Seniorenbereich stand er als Torwart für die Rauxeler und den VfB Habinghorst zwischen den Pfosten. Der gelernte Fleischer lebt heute als Rentner in Rauxel.

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