Kreispokal-Endspiel 2008/09

Dirk Doering

Dirk Doering

scheidet verletzt aus. Foto Ruhr Nachrichten

Das Kreispokal-Endspiel hatte alles was Pokalspiele allgemein auszeichnet: Gute Spielszenen, schöne Tore und Spannung bis zur letzten Sekunde. Woran die Spieler des SV Wacker Obercastrop trotz der 2:3 (0:0)-Niederlage gegen den DSC Wanne einen großen Anteil besaßen.

Direkt nach dem Schlusspfiff setzte der große Regen ein. Auch wenn der Himmel weinte, die Akteure des Bezirksligisten aus Obercastrop konnten erhobenen Hauptes die Silbermedaille entgegen nehmen, die ihnen der Kreisvorsitzende Reinhold Spohn um den Hals legte. Sie hatten dem Meisterschaftsfavoriten aus der Westfalenliga einen harten Kampf geboten.

Im falschen Film
Wie eng die Geschichte war, beweist schon die Tatsache, dass der Wanner Teamchef Willi Koppmann noch in der 90. Minute einen Spielerwechsel vornahm, um Zeit zu schinden. Sicherlich hat sich der Coach lange Zeit wie in einem falschen Film gewähnt. Nicht seine favorisierten Burschen, sondern die neue Formation von Wacker Trainer Uwe Esser beherrschte die Szene eine ganze Halbzeit lang.
Die eigenen Fans waren begeistert. Die ersten torgefährlichen Szenen spielten sich allesamt rund um den Gästestrafraum ab. Und die waren nicht von Pappe. Der junge Manuel Backes hatte das erste ganz dicke Ding auf dem Schlappen (12.), traf aber alleine vor dem Torwart nur die Beine des Keepers. Dann war es Dennis Hasecke, der einen Kopfball an den Ballfangzaunhinter dem Tor setzte. Maurice Ottberg scheiterte mit einem Schuss aus 18 Metern.
Wo war der Favorit? Der foulte (29.) Hasecke im Strafraum. Doch den fälligen Elfmeter schoss Neuzugang Daniel Kaczor zu schwach, so dass Torwart Marcel Johns den Flachschuss abblocken konnte. Viel schlimmer endete der Versuch von Daniel Doering, das Leder im Nachschuss über die Linie zu bringen. Der Spielmacher verdrehte sich das Knie und musste ausgewechselt (34.) werden. Die Platzherren drehten noch einmal auf. Wieder verlor der junge Backes das Duell mit dem Torwart. Dann besaßen die Nachbarstädter die erste richtige Chance, die aber Thomas Syperrak aus sechs Metern nicht nutzte.

Kalte Dusche

Torlos ging es in die Kabinen und die Gespräche hinter den Banden wurden in der Pause natürlich hauptsächlich hinsichtlich der guten Obercastroper Leistung geführt. Doch dann folgte die kalte Dusche: Dennis Gidaszewski köpfte eine Freistoßflanke zum überraschenden 0:1 (49.) ein.
Aber Wacker war noch nicht geschockt: Hasecke knallte einen Schuss an den Pfosten. Das machte Gidaszewski besser, der nach einem Eckball das 0:2 (69.) schoss. Als dann aus abseitsverdächtiger Position das 0:3 (78.) durch Serdar Yigit fiel, schien alles gelaufen zu sein. Denkste. Ergin Ersoy schaltete sich jetzt immer häufiger in den Angriff ein und Kim Dong-Joon schoss das 1:3 (79.). Als dann Hasecke den 2:3-Anschluss herstellte (87.), schienen tatsächlich die Wände im Vereinsheim zu wackeln, doch Wanne rettete sich über die Zeit.

Wacker Obercastrop - DSC Wanne -> 2:3 (0:0)
SVWO: Schultz, Willenberg, Heinen, Kaczor, Ersoy, Ottberg, Schajor, Paulinsky (72. Don Kim Joon), Backes (72. Brinkmann), Doering (34. Maluski), Hasecke - DSC: Johns, Gökcek, Kohl, Gidaszewski, Kristler, Syperrek, Jansen, El Hamad (72. Yigit), Reis, Geppert (90. Gruzlak), Gavranovic (82. Berling).
Tore: 0:1 (49.) Gidaszewski, 0:2 (68.) Gidasezwski, 0:3 (78.) Yigit, 1:3 (79.) Kim Dong-Joon, 2:3 (87.) Hasecke.

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